Vortrag zur 5 Stunden-Woche  

oder

Das kapitalistische Restbild des Neoimperialismus





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Siehe unten.

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Nachweis: John Maynard Keynes vorhergesagte 15 Stunden Woche

Theoretiker der Arbeitszeitverkürzung und John Maynard Keynes

Öffne Übersicht: Theoretiker




Beginnen wir bei den Theoretikern des frühen 20-sten Jahrhunderts.

Es war eine sehr bewegte Zeit.
Albert Einstein sprengt mit seiner allgemeinen Relativitätstheorie die Vorstellungen der damaligen Physik.

1918 erschütterte die Revolution im zaristischen Russland die Welt und der Kapitalismus sah sich plötzlich von einer sozialistischen Sowjetunion bedroht. Der Kapitalismus musste nun in Windes Eile Antworten auf seine inneren Widersprüche finden.
Und dann, 1929, der schwarze Freitag, der die Weltwirtschaftskrise des Kapitalismus einleitete. Die Finanzeliten der imperialistischen Staaten mussten handeln und zum ersten mal brachen sich auch hier kühne Visionen die Bahn.


Die Wirtschaft des Kapitalismus musste stabilisiert werden.

Sein Feind war die Überproduktionskrise, die durch den ungestümen Zuwachs der Produktivität die Märkte mit Gütern zu überschwemmen drohte. Die Überproduktion brachte das Verhältnis von Angebot und Nachfrage vollkommen aus dem Gleichgewicht und die Preise der Waren befanden sich stellenweise im freien Fall.

Die Preise und das Volkskaufkraftvolumen mussten stabilisiert werden.
Beides ging nur mit hohen Einkommen der Arbeiter und/oder mit einer Erhöhung der Nachfrage nach Industriegüter, wenn ihre Lebensdauer künstlich verkürzt würde.

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Konsequent fand sich ein Bündnis aus Unternehmen und Gewerkschaften, das unter dem US-Senator Black einen Gesetzesentwurf für eine allgemeine Beschränkung der Arbeitszeit auf wenigstens

30 Stunden pro Woche

im Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika einreichte.

Hiermit sollten durch eine Verknappung der Arbeitskräfte die Löhne stabilisiert bzw. angehoben werden, so dass auch das Kaufkraftvolumen stabilisiert bzw. ansteigen sollte.

Zeige Rolle von US-Senator Black

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Präsident Roosevelt folgte jedoch diesem Vorschlag nicht und entschied sich für ein Modell mit mehr staatlicher Kontrolle, dem New Deal.
Dieser sah eine freiwillige Selbstbeschränkung für Teile der Industrie auf eine 35-45 Stunden Woche vor. Ebenso griff der Staat in die Wirtschaft ein, indem mit vielen Investitionen (z.B. in staatliche Bauprojekte) die Nachfrage nach Arbeitern vergrößert werden sollte. Damit sollte auch das Kaufkraftvolumen und die Nachfrage ansteigen.

Zeige Rolle von Präsident Roosevelt

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Roosevelt folgte damit im Großen und Ganzen den Empfehlungen des Ökonomen John Maynard Keynes, der anhand des steigenden Produktivitätszuwachses für seine Enkelkinder, also Heute, eine 15 Stunden Woche vorhersagte, WENN Produktivität und Löhne proportional zueinander anstiegen.

Zeige Rolle von John Maynard Keynes
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Aber die 1930-ger Jahre waren auch die Geburtsstunde der Obsoleszenz.
Dies war eine Lösung des Kapitals für seine Interessen. In allen industriellen Gütern wurden Sollbruchstellen eingebaut, um ihre Lebensdauer künstlich zu verkürzen und damit die Nachfrage zu erhöhen. Hiermit begann die Plünderung der Welt ganz neue Dimensionen anzunehmen.
Dieser Raubbau des Kapitalismus ist ein Verbrechen an der Natur und allen nachfolgenden Generationen.

Zeige Rolle der Obsoleszenz

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Zur gleichen Zeit beschäftigten sich auch Anarchisten mit der Frage, wieviel der Lohnarbeit übrig bleibt, wenn sie ihre Vorstellungen von einer zukünftigen Gesellschaft in die Tat umsetzten.
Sie kamen auf eine 18 Stunden Woche.

Zeige das Buch von Alexander Berkman

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In der zweiten Hälfte des 20-sten Jahrhunderts lebten diese Vorstellungen wieder auf.

Verschiedene Theoretiker besannen sich auf dieses Thema. Diskutiert wurde es aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln und mit den verschiedensten Ergebnissen.
Aber leider ohne eine nachvollziehbare Berechnung.

Esther Vilar

Andre Gorz

Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Bundeswirtschaftsministeriums: Oswald v. Nell-Breuning

Hans-Peter Martin

US- Ökonom und Vorsitzender des ThinkTank Foundation on Economic Trends (FOET): Jeremy Rifkin

Clean Clothes Campaign

Studie der Universität Oxford

Studie der Direktbank Ing DiBa

Prof. für Anthropologie an der London School of Economics: David Graeber

World Economic Forum 2018, Video ab Minute 11 und 38 Sekunden: Leader Jack Ma

Rutger Bregman

Professor und Studiendekan Master of Engineering in Industrial Managementn in Aalen: Christian Kreiß

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Wenn wir aber die technischen Möglichkeiten unserer Gesellschaft kühn durchdenken, kommen wir aber auf noch viel niedrigere Werte für die Arbeit. Berechnen wir die Menge der Arbeit, die von der Lohnarbeit übrig bleiben würde, wenn die eigentumsbasierte Warenwirtschaft und Geldwirtschaft wegen der permanenten Überproduktion entfallen wird, so bliebe eine:

5-Stunden-Woche.

Dies wäre der rechnerische Wert, der von der heutigen Lohnarbeit übrig bleiben würde, wenn wir die technischen Möglichkeiten berücksichtigen und diese mit einfließen lassen.
Die Berechnung zur 5-Stunden-Woche ist unseres Wissens die einzige Berechnung, die jemals als hieb und stichfeste Berechnung ins Internet gestellt wurde. Alle, die den einfachen Dreisatz (also lineare Rechenbeziehungen) beherrschen, können nun nachrechnen und die Berechnung überprüfen.
So funktioniert seriöse Wissenschaft.

Die 5-Stunden-Woche von: Darwin Dante


In Romanform, Utopie ist machbar: Peter Lucas

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Danksagung

An dieser Stelle danken wir allen mutigen Autoren, Journalisten und Wissenschaftlern, die den Mut besaßen, in dieser von den Verbrechen des Kapitalismus regierten Welt die Wahrheit zu den technischen Möglichkeiten unserer Zeit zu sagen.

Aus der Anschauung und eigener Erfahrung wissen wir, dass die Frauen und Männer, die hierzu den Mut aufbrachten, existenziell vernichtet wurden. Zuerst wurde immer versucht sie durch Intrigen und Verleumdungen wirtschaftlich zu vernichten. Wenn sie sich selbst hierdurch nicht mundtot machen ließen, starben sie wie Petra Karin Kelly, Gert Bastian oder David Graeber einen frühen und überraschenden Tod.

Vielen Dank für euren unerschrocken Mut.

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Schon 1930 arbeitet das Kapital gegen die Verkürzung der Arbeitszeit

Die Industrie erfand den geplanten Verschleiß durch eingebaute Sollbruchstellen.


ARTE, Kaufen für die Müllhalde, Cosima Dannoritzer, 2010

Fremdvideo auf Youtube


Vidieo bitte von 0:00 bis 14:00 Minute ansehen.


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Die geplante Obsoleszenz verursacht in der Güterwirtschaft eine Mehrarbeit von 9 Stunden pro Woche.
Zu diesem Ergebnis gelangte ich bei der Berechnung der 5-Stunden-Woche anhand der Zahlen von 1988.

Die Zahlen der alten BRD von 1988 sind nicht mehr ganz neu.
Seit dem sind 23 Jahre vergangen und einiges hat sich in der BRD verändert.

1988 besaß die BRD ca. 60 Mio. Einwohner und 30 Mio. Menschen gehörten zum Erwerbstätigenpotential.
Nach der Wiedervereinigung stieg die Einwohnerzahl um 1/3 auf ca. 80 Mio. und das Erwerbstätigenpotential stieg auch um 1/3 auf ca. 40 Mio. Menschen.
Damals wie Heute arbeiten die Menschen ca. 40 Stunden pro Woche UND
die 9 Stunden Mehrarbeit pro Woche bezogen sich 1988 auf eine 40 Stunden Woche.

An dieser gleichbleibenden Menge der aufgewandten Arbeitszeit von durchschnittlich 40 Stunden pro Wochen sei hier gezeigt, dass für die Arbeitsprozesse gleichbleibende lineare Verhältnisse vorliegen müssen und "alles nur um 1/3 angewachsen ist". Daher arbeit wir heute immer noch ca. 40 Stunden pro Woche, trotz einer Zunahme der Bevölkerung von 60 Mio. auf 80 Mio.

Unterstellen wir nun, dass auch sonst alle güterwirtschaftlichen Verhältnisse durch die Wiedervereinigung um 1/3 gewachsen sind, so erhalten wir mit einer Mehrarbeit von 9 Stunden pro Woche einen guten Schätzwert für 2021.
Und dies anhand der Zahlen von 1988 mit meinen damaligen Berechnungen.


Zur Mehrarbeit durch Obsoleszenz zählen in der Güterwirtschaft alle Arbeiten für die Berechnungsschritte:



Für die Sektoren:

  1. "Handel",

  2. "Kreditinstitute, Versicherungsgewerbe" und

  3. "Dienstleistungen"

kann ich an dieser Stelle nur Schätzungen abgeben.


Die durch geplante Obsoleszenz verursachte zusätzliche Arbeitsmenge dürfte jedoch sehr groƟ sein. Wir müssen bedenken:
Die Gebrauchsgüter hätten eine 7-fach längere Lebensdauer, weshalb nur 1/7 der ursprünglichen Menge verkauft würde.
Die Werbung könnte damit auch vollkommen entfallen.
Oder die Rechtsverfahren wegen einer zu kurzen Haltbarkeit von Gebrauchsgüter könnten auch entfallen.
Und vieles mehr.

Daher Schätze ich, dass in diesen Sektoren mit dem Ende der Obsoleszenz ca. 3 Std. Arbeit pro Woche entfallen könnten.


Mit diesen Annahmen gelange ich zu den Ergebnis:

Durch den Wegfall der geplanten Obsoleszenz könnten im Kapitalismus 12 Std. Arbeit pro Woche entfallen. Dies entspricht ca. 30% aller Arbeiten !

Rechnung: (12 Std. pro Woche x 100%) / 40 Std. pro Woche = 30%


Mit der Abschaffung der geplanten Kurzlebigkeit (Obsoleszenz) beenden wir schätzungsweise zwischen 80% bis 95% der Umweltzerstörung.

Wir können diese Umweltzerstörung beenden, sobald wir nicht mehr nach den Wirtschaftsinteressen der Produzenten und des Kapitals nach Kurzlebigkeit produzieren, sondern nach dem Konsumbedürfnis der Bevölkerung.





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Bullshit Jobs im Kapitalismus


David Graeber beschrieb in seinem Buch Bullshit Jobs, dass selbst im Kapitalismus ein erheblicher Teil aller Arbeiten überflüssig sind. Die Menschen, die diese Bullshit Jobs ausfüllten, wissen häufig noch nicht mal, welchen Sinn ihre Arbeit hat. Graeber identifizierte fünf Jobtypen als Bullshit-Jobs:

  1. Lakaien (flunkies) sind Jobs, deren eigentlicher Sinn darin besteht, ihre Vorgesetzten wichtig aussehen zu lassen; z. B. Rezeptionisten.

  2. Schläger (goons) werden nur gebraucht, um Schläger anderer Unternehmen in Schach zu halten; z. B. Unternehmensanwälte, PR-Spezialisten.

  3. Flickschuster (ducttapers) lösen die Symptome von Problemen temporär, ohne die Wurzel der Probleme anzugehen; z. B. Programmierer, die fehlerhaften Code reparieren.

  4. Kästchenankreuzer (boxtickers) seien mit der Dokumentation von Arbeit beschäftigt, ohne selbst nützliche Arbeit zu verrichten.

  5. Aufgabenverteiler (taskmasters) kreieren und verteilen sinnlose Aufgaben; z. B. mittleres Management.





Wie können z.B. Bullshit Jobs im Kapitalismus entstehen und finanziert werden?


Die Beantwortung dieser Frage ist dringend notwendig. Denn selbst die meisten Linken bestreiten die Einführung und Existenz der Bullshit Jobs im großen Stil. Sie behaupten, dass das Großbürgertum durch den ”tendenziellen Fall der Profitrate” (nach Marx) und den damit verbundenen regelmäßigen Verlust des relativen Mehrwertes nie so große Geldmengen bereitstellen kann, um solch ein Heer von Bullshit Jobs dauerhaft zu finanzieren.


Für die Erklärung der Finanzierung der Bullshit Jobs im Kapitalismus, ca. 20%, müssen wir etwas ausholen und zurück in die 1930-er Jahre gehen, und zwar zum 24.Oktober 1929. Untersuchen wir den US-Börsenkrach etwas genauer.
Schwarzer Donnerstag ist eine Bezeichnung für den 24. Oktober 1929 und den damit verbundenen folgenreichsten Börsenkrach der Geschichte. Nachdem schon in den Vorwochen ein deutlicher Rückgang des zuvor jahrelang stark steigenden Dow-Jones-Index verzeichnet worden war, brach an diesem Tag Panik unter den Anlegern der New York Stock Exchange aus”.
Doch was war die Ursache?

In jener Zeit wurde davon ausgegangen, dass die menschlichen Bedürfnisse immer weiter anwachsen würden und sich daher die Nachfrage auf dem Markt ins unendliche steigern lasse.
In dieser Folge kam es zu einem jahrelang stark steigenden Dow-Jones-Index, da Aktien als sichere Anlage galten und die Menschen dazu über gingen, ihre Renten über Aktienkäufe abzusichern. Als der Zins für Geldanleihen niedriger wurde als die Gewinnerwartung für die Rendite an Aktien, beliehen die Menschen ihre Häuser und ihr Land, um zusätzlich Aktien zu kaufen. Es entstand eine Aktienblase, die sich allein auf die hohe Rendite der Aktien begründete, was aber genau betrachtet nichts weiter als eine Wette (Optionshandel) war.
Der Zusammenbruch erfolgte, als der Markt für industrielle Güter in die Sättigung ging, weil z.B. drei Kühlschränke in einem Haushalt sinnlos sind. Die Renditen für Aktien gingen hinter der Gewinnerwartung zurück und viele Menschen konnten die Zinsen für die von ihnen beliehenen Häuser oder ihr Land nicht mehr aufbringen. In dieser Folge verkauften viele ihre Aktien, womit die Aktienkurse anfingen zu sinken. Dies mündete schließlich in massenhaften Panikverkäufen auf den Aktienmärkten, um vom Geld zu retten, was zu retten war.

Die menschlichen Bedürfnisse sind eben nicht unendlich.



Es mussten Lösungen für ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage her!

Die Produzenten führten 1930 die geplanten Obsoleszenz ein.
Von 1933 bis 1938 wurde in den USA mit einer Serie von Wirtschafts- und Sozialreformen der New Deal eingeführt.
Roosevelt folgte damit im Großen und Ganzen den Empfehlungen des Ökonomen John Maynard Keynes, der anhand des steigenden Produktivitätszuwachses für seine Enkelkinder, also Heute, eine 15 Stunden Woche vorhersagte, WENN Produktivität und Löhne proportional zueinander anstiegen.




Anhand der Grafik können wir sehen,
dass die USA dieser Forderung von Keynes nach dem zweiten Weltkrieg auch nach kam.

Ab 1962 zeichnete sich der Beginn einer ersten Auflösung ab.
Ab 1972 wird die Abkehr von Keynes Konzept deutlich sichtbar und
die Löhne wurden auf einem bestimmten Niveau eingefroren.

Warum?


Betrachten wir nun die Entwicklung für die Verteilung der Arbeitskräfte in den verschiedenen Wirtschaftssegmenten.



Seit 1962 verzeichnete die Forst- und Landwirtschaft eine Rückgang um ca. 5% und das verarbeitende Gewerbe einen Rückgang um ca. 15%. Zusammen sind dies ca. 20%, die offenbar durch den Dienstleistungssektor aufgefangen wurden, da hier die Beschäftigung um ca. 20% anstieg.
Finanziert wurde dies meiner Meinung nach über die Gelder, die in der Industrie durch die Rationalisierung als relativer Mehrwert frei wurden.

David Graeber erklärt die Finanzierung im Buch "Bullshit Jobs" genau mit dieser Argumentation.



Bei der Finanzierung spielt der tendenzielle Fall der Profitrate (nach Marx) eine entscheidende Rolle. Der tendenzielle Fall der Profitrate bezeichnet hier einen Zyklus von Anstieg und Verlust eines Mehrwertes, mit einer allgemeinen Tendenz zur Senkung.

Ein relativer Mehrwert entsteht den Produzenten z.B. durch Rationalisierungen oder Lohnsenkungen als Zusatzgewinn.
Die Produzenten verschaffen sich hiermit einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren Konkurrenten. Dieser Wettbewerbsvorteil verliert sich aber, sobald die anderen Produzenten mit Rationalisierungen oder Lohnsenkungen nachziehen.
In der Regel fließen die Zusatzgewinne dann in eine Kriegskasse für zukünftige Kämpfe um Marktanteile.

Der relative Mehrwert geht verloren, sobald die Produzenten anfangen, sich im Kampf um Marktanteile gegenseitig zu unterbieten.
Der Wettbewerb um Marktanteile ist ein Verdrängungskampf, der auf die Erbeutung fremder Marktanteile zielt.
Der Kampf um Marktanteile kann sich soweit steigern, dass die Produzenten anfangen, sich gegenseitig so stark zu unterbieten, dass sie ihre Produkte sogar unter ihren Herstellungskosten anbieten. Die Verluste werden dann jeweils aus einer Kriegskasse des Unternehmens bezahlt.
Dies geht hin bis zum Konkurs anderer Anbieter, wobei deren Markt dann von den verbleibenden Produzenten übernommen wird.

In diesem Kampf um Marktanteile geht der relative Mehrwert aller Produzenten verloren.
Wegen seines regelmäßigen Verlustes im Marktzyklus wird dieser Mehrwert daher als relativ bezeichnet.

Hierbei sinkt auch die Profitrate am Einzelstück, wobei der Rückgang am Gesamtprofit mit einer Zunahme des Produktionsumfanges durch den dazugewonnenen Markt ausgeglichen wird. D.h., der Gewinn am Einzelstück wird geringer und der Produzent macht nun seinen Gewinn mit der Masse.
Aus diesem Grund sprechen wir vom tendenziellen Fall der Profitrate.



Der Gesetzgeber eines Staates ist in der Lage, durch neue Verwaltungsvorschriften zusätzliche Verwaltungsarbeiten von den Unternehmen einzufordern. Dies trifft alle Unternehmen in einem Wirtschaftsraum in gleicher Weise. In Folge dieser neuen Verordnungen müssen sowohl im Staat als auch in Unternehmen zusätzliche Abteilungen aufgebaut werden, die diese Arbeiten leisten.
Ein Beispiel hierfür ist die Erweiterung des Steuerrechts in der BRD im Jahre 1968 oder das Qualitätsmanagement oder die Zertifizierung von Betrieben. Keins dieser Instrumente führte zu einer Verbesserung der Qualität oder der Verlängerung der Lebensdauer unserer industriellen Produkte. Denn der Mangel an Qualität wurde als eingebaute Obsoleszenz vielfach nachgewiesen. Es zeigt nur die Absurdität des gesamten Systems.

Mit dem Instrument neuer Verwaltungsvorschriften war die Finanzelite über den Staat in der Lage, den Wettbewerb um Marktanteile zu zügeln.
Die Unternehmen waren nun gezwungen, den von ihnen selbst erwirtschafteten relativen Mehrwert anzuzapfen, um diesen zur Finanzierung der vom Staat geforderten Verwatungsaufgaben in ihren Unternehmen einzusetzen.
Steigende Steuern machten gleichfalls eine Aufblähung der Bürokratie im Staat möglich und schuf Abteilungen, die auch den vom Gesetzgeber geforderten zusätzlichen Verwaltungsaufwand bedienten.
So wurden die Bullshit Jobs im Kapitalismus finanziert.
Und all diese künstlichen Jobs dienten nun wiederum der Stabilisierung des volkswirtschaftlichen Kaufkraftvolumens und der Nachfrage.



Diese neuen Bullshit Jobs im Dienstleistungssektor wurden schleichend und unsichtbar mit dem von den Unternehmen erwirtschafteten relativen Mehrwert finanziert.

Die Bullshit Jobs machen im Kapitalismus ca. 20% des gesamten Arbeitsaufkommens aus.




Weiterführende Betrachtungen für die BRD zeigen, dass es zwischen den Zahlen für die BRD und denen der USA im hier betrachteten Zeitraum nur geringfügige Abweichungen gibt.
Siehe Video: Automatisierung, Arbeitszeit und Arbeitslosigkeit


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Verlauf der Arbeitslosigkeit


Öffne Übersicht: Arbeitslosenzahlen 1950 - 2001



Verlauf der Arbeitslosigkeit in der alten BRD seit Ende des zweiten Weltkrieges

Von 1950 bis etwa 1960 näherte sich die BRD der Vollbeschäftigung an.
Die Zerstörungen des zweiten Weltkrieges mussten überwunden werden.

Von 1960 bis etwa 1970 herrschte Vollbeschäftigung.
Dies war die einzige Phase in der Geschichte Europas, in der dieser Zustand erreicht wurde und in der immer noch an der Beseitigung der Zerstörungen des zweiten Weltkrieges gearbeitet wurde.

Etwa 1970 kündigte sich wieder eine Sättigung der Weltmärkte an. Durch die massive Anhebung der Produktivität nach dem zweiten Weltkrieg vollzog sich dieses mal der Übergang zur weltweiten Überproduktionskrise wesentlich schneller.
Seit etwa 1970 kämpften alle Industriestaaten des Westens gegen das entstehen der Sockelarbeitslosigkeit, was hier exemplarisch am Beispiel der alten BRD gezeigt sei.
Verstärkt wurde die Sockelarbeitslosigkeit seit 1970 jedoch durch die erste Rationalisierungswelle in der Industrie. Vor allem wurden Arbeitsabläufe verkürzt.
Beispiel: Stammbesatzung für Rührwerke in der Chemischen Industrie.

An dieser Sockelarbeitslosigkeit scheiterte die sozialdemokratische Regierung unter Willy Brandt und Helmut Schmidt. Die Parole der CDU lautete: ”Die Roten können nicht mit Geld umgehen!

Ab etwa 1980 begann die zweite Rationalisierungswelle mit der Einführung von elektrischen Schreibmaschinen in Großraumbüros. Zunehmend wurden Schreibmaschinenkräfte und Stenographinnen an den Schreibmaschinen durch PCs und der Möglichkeit von Datenbank basierten Serienbriefen ersetzt.
Dieser technologische Wandel zeigt sich in der Grafik mit dem Anstieg Sockelarbeitslosigkeit ab 1982, der dann ungefähr gleichbleibend auf einem bestimmte Niveau bis 1990 verharrte.
Auch die CDU-Regierung unter Helmut Kohl, die die SPD-Regierung 1982 ablöste, konnte dieses Problem nicht in den Griff bekommen.

Etwa ab 1992 begann die dritte Rationalisierungswelle in der Industrie, die die Halbautomatisierung der industriellen Produktion einleitete und deren Zahlen in den Statistiken von der Deutschen Wiedervereinigung überlagert wurden. Denn Produktionskapazitäten wurden vor allen in der ehemaligen DDR abgebaut und die neuen aufgebauten hochmodernen und halbautomatischen Fließbandstraßen konnten die Menge der freigesetzten Arbeitskräfte nicht aufnehmen.
So begann die Sockelarbeitslosigkeit durch die Einführung von halbautomatischen Fließbandstraßen weiter zu steigen.
Deutlich wird dies in den Statistiken und hieran konnte auch die SPD-Regierung unter Schröder ab 1998 nichts ändern.



Arbeitslose und Arbeitslosenquote von 1980 - 2004


Öffne Übersicht: Arbeitslose und Arbeitslosenquote von 1980 - 2004


Nach der Wiedervereinigung veränderte sich die Situation in Deutschland.
In der alten BRD zählten ca. 30 Mio. Menschen zum Arbeitskräftepotential.
Seit der Wiedervereinigung vergrößerte sich das Arbeitskräftepotential auf ca. 40 Mio. Menschen.

Die Statistik von 2004 zeigt, wie schon 2004 die Arbeitslosenzahlen per Definition nach unten gedrückt und die tatsächliche Arbeitslosenzahl verschleiert wurde.

2004 zählte die Statistik 4,4 Mio. Arbeitslose, womit die Arbeitslosenquote bei 11,7% liegt.
Rechnung: (4,4 Mio. x 100% / 40 Mio.)



Verdeckte Arbeitslosigkeit von 1990 - 2004


Öffne Übersicht: Verdeckte Arbeitslosigkeit von 1990 - 2004


In der Statistik zur verdeckten Arbeitslosigkeit wird sichtbar, dass 2004 eigentlich gar nicht mehr alle Arbeitslosen mitgezählt wurden und wie die 4,4 Mio. Arbeitslosen zu Stande kamen.

Schon 2004 wurden die Menschen, die das Arbeitsamt in berufliche Umschulungs- oder Fortbildungsmaßnahmen steckte, nicht mehr mitgezählt. Sie waren per Definition nicht mehr arbeitslos.
Auch die Menschen, die es aufgaben, sich arbeitslos zu melden und durch die familiären Verhältnisse aufgefangen wurden, fielen aus der Arbeitslosenstatistik.

Zählen wir all diese Menschen zu den Arbeitslosen, so betrug die tatsächliche Arbeitslosenzahl 7,04 Mio. Menschen.
Die tatsächliche Arbeitslosenquote lag damit bei 17,6%.
Rechnung: (7,04 Mio. x 100% / 40 Mio.)

Das heißt, 2004 war etwa jeder fünfte in der BRD arbeitslos.




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Hartz IV und die versteckte Arbeitslosigkeit


Öffne Presseerklärung zur Studie: Automatisierung, Arbeitslosigkeit, Armut und Migration


Die Basisdemokraten beschäftigten sich mit der tatsächlichen Arbeitslosigkeit und veröffentlichten 2020 eine Studie als Pressemitteilung. Diese trug den Titel: ”Automatisierung, Arbeitslosigkeit, Armut und Migration”.

Sie versuchten die tatsächliche Arbeitslosigkeit aus den vorliegenden Statistiken und den Jahrbüchern des Bundesamtes herauszurechnen, insofern dies nicht durch weitreichende Manipulationen des Zahlenmaterials unmöglich gemacht worden wäre.

Denn die von der Regierung verkündete Arbeitslosenquote von 5,1% erschien ihnen als offenkundiger Unsinn.

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Hierbei bezogen sich Die Basisdemokraten z.B. auf folgende Meldung.

Öffne Pressemeldung: Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland
Quelle: Focus Infografik, Dirk Aschoff, 30.10.2007


Die Grafik zeichnet den frisierten Verlauf der Arbeitslosigkeit der Schröder-Regierung und zeigt, wir die Arbeitslosigkeit seit der Machtübernahme von Angela Merkel von 4,86 Mio. auf 3,43 Mio. gesunken ist, was eine offenkundige Beleidigung für alle aufmerksamen Beobachter des Zeitgeschehens ist.

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Hartz IV definierte die Arbeitslosigkeit klein


Wie definierte Hartz IV die Arbeitslosigkeit klein und wie hat die Schröder-Regierung dies gemacht?
Die erste konstante Größe, die wir über alle die Jahre entdecken, ist Jeremy Rifkin.

Jeremy Rifkin ist wohl einer der bedeutendsten US-Ökonom und Vorsitzender des ThinkTank Foundation on Economic Trends (FOET), der die verschiedensten US- und EU-Regierungen beriet und deren Rat sich auch die Schröder- und Merkel-Regierung einholte.

1995 prognostizierte Rifkin in seinem Buch: Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft einen erheblichen Rückgang der nachgefragten Arbeit. Durch die Halbautomatisierung würden so viele Arbeitsplätze wegrationalisiert, dass, wenn wir dies auf eine Wochenarbeitszeit umrechnen, nur noch 8 Stunden pro Woche erhalten blieben.
Rifkin sagte 1995 die Einführung des Zwei-Stufen-Systems voraus und beschrieb, wie sich in der US-Wirtschaft eine Umwandlung von Vollzeitstellen in Teilzeitstellen vollzog, um die Menschen mit Teilzeitstellen in einem Beschäftigungsverhältnis zu halten.
Quelle: Jeremy Rifkin; Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft; 1995; ISBN 3-593-37411-0; Seite 153.

Wir wissen nicht, welche Ratschläge Rifkin der Schröder-Regierung gab, aber wir sehen, dass mit der Hartz IV Gesetzgebung (Hartz IV = ALG2) die Umwandlung von Vollzeitstellen in Teilzeitstellen für Deutschland unterstützt wurde.
Denn mit der Einführung der Hartz IV Gesetze wurde es unmöglich, sich aus einer Teilzeitbeschäftigung (mit bis zu 15 Stunden in der Woche) arbeitslos zu melden, um eine Vollzeitstelle zu suchen. Der Grund hierfür ist, dass diese Menschen nach dem SGB II nicht als arbeitslos gelten.
Vor Hartz IV galt eine Teilzeitstelle in vielen Fällen als eine Überbrückung, die nach dem Verlust des Arbeitsplatzes eingegangen wurde, um sich auch mit Hilfe des Arbeitsamtes eine neue Vollzeitstelle suchen zu können. Diese ist nun weggefallen und auch die Unterstützung der heutigen Arbeitsagenturen für diese Teilzeitbeschäftigen als Arbeitslose fehlt vollständig. Dies gilt heute sogar dann, wenn Teilzeitbeschäftigte ihren Lebensunterhalt mit ihrem Einkommen nicht aufbringen können und somit ihr Einkommen mit ALG2 aufstocken müssen.

So werden seit der Einführung von Hartz IV ALG2-Empfänger, die in Schulungsmaßnahmen geschickt werden oder ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis von mindestens 15 Stunden pro Woche eingehen oder einen 1€ Job annehmen oder sich einer gewerblichen Stellenvermittlung anvertrauten oder 58 Jahre alt sind und seit 12 Monaten kein Stellenangebot erhielten oder vorübergehend erkrankten oder ..., nicht mehr als arbeitslos gezählt.

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Die Arbeitslosigkeit bezogen auf Vollzeitstellen

Wenn wir eine Auskunft geben wollen, wie hoch die Arbeitslosigkeit heute tatsächlich ist und dies mit den Maßstäben von vor Hartz IV verglichen werden soll, so müssen wir die Teilzeitstellen mit berücksichtigen und diese Beschäftigung auf Vollzeitstellen umrechnen.




Öffne Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes : Nr. 071 vom 4. März 2020


In der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 071 vom 4. März 2020 wird die jüngste und höchste Zahl für die Teilzeitbeschäftigung genannt. Gemäß dieser Pressemitteilung verteilen sich die Stellen auf 11,7 Millionen Teilzeit- und 30,1 Millionen Vollzeitbeschäftigte.



Quelle: Analyse zur teilzeitbereinigten Arbeitslosigkeit

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Mit den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes von 2020 lagt die teilzeitbereinigte Arbeitslosenquote bei 18,4%.
D.h., von 2004 bis zum 04.03.2020 ist die Arbeitslosigkeit etwa um einen Prozentpunkt angewachsen.

Etwa jeder fünfte in Deutschland ist arbeitslos.




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Vergleich der Jugendarbeitslosigkeit in der EU


Öffne Jugendarbeitslosigkeit: Aktuelle Zahlen für Europa, Dez. 2020



Dies sind nicht die aktuellen Zahlen, aber so ungefähr sah es im Juni 2014 aus:





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Fazit


Die Gesellschaft ist nicht mehr in der Lage, allen Menschen Arbeit zu geben!

Und so sieht es überall auf der Welt aus.
Wir in Deutschland schneiden im weltweiten Vergleich der Arbeitslosigkeit noch sehr gut ab.

In Marokko liegt die Arbeitslosigkeit von den bis zu 35 Jährigen bei ca.60%.

In den anderen Afrikanischen Staaten sieht es ähnlich aus.

Dies ist auch der Grund für die Massenmigration.


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John Maynard Keynes hatte also doch recht !


Mit den obigen Berechnungen kommen wir zu folgenden Ergebnis:

Bei einer Aufrechterhaltung der kapitalistischen Produktionsverhältnisse und der Aufrechterhaltung des Geld - Waren - Kreislaufes werden wir bedeutend weniger arbeiten, wenn die Maßnahmen der Kapitalisten zurückgenommen würden, die eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit verhindern sollen.


Dies sind:

  1. die geplante Obsoleszenz, 30% aller Arbeiten,

  2. die Bullshit Jobs, 20% aller Arbeit, und

  3. die ca. 20% an Arbeitskräften, die arbeitslos sind.

Insgesamt sind 70% des Potentials an Arbeitskräften in Deutschland entweder arbeitslos oder sie werden mit überflüssigen Arbeiten betraut.

Würde dieses Potential an Arbeitskräften auf die verbliebenen Arbeitsstellen verteilt, so läge die

Arbeitszeit bei ca. 12 - 15 Stunden pro Woche.


Keynes hatte also doch recht.

Berechnung: (30% x 40 Stunden pro Woche) / 100% = 12 Stunden pro Woche.


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Die Berechnung der 5-Stunden-Woche

17,3% der arbeitsfähigen Bevölkerung reichen aus !

Öffne Übersicht: Erwerbstätige nach Tätigkeitsbereiche im Jahre 1988



Ich werde heute zeigen,

dass 17,3% des Erwebstätigenpotentials der alten BRD von 1988 ausgereicht hätte,
um die Menschen der alten BRD mit genau dem gleichen Wohlstand zu versorgen,
so wie wir es 1988 durchschnittlich gewohnt waren und heute durchschnittlich gewohnt sind.


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Dies ist nichts Neues !
Diese Feststellung finden wir schon in den alten Klassikern, wenn sie nicht wegzensiert wurde.
Niemand hasst die Überproduktion mehr als die Produzenten, denn Herrscht ein Überangebot, fallen die Preise und die Produzenten können ihre Kosten nicht mehr decken.

Deshalb findet sich schon im Kommunistischen Manifest (Hier auf der Seite 5, ab Zeile 13, im Originaltext) eine entsprechende Feststellung von Marx und Engels zur Überproduktion.

Doch Vorsicht!
Benutzt die Originalausgabe, denn in den Nachfolgenden wurde dieser Punkt "herausgearbeitet" und ist mit dem Begriff Überproduktion nicht mehr zu finden. Warum auch immer.



Beispiele für die latente und tatsächliche Überproduktion


Die EU-Argra-Politik brachte besonders deutlich die Überproduktion zum Vorschein.
Wir alle kennen noch die Fleisch-, Obst-, Gemüse-, Weintrauben- und Butterberge der EG.
Beispiele sind:

Butterberge    Fleischberge    Milch- und Fleischeinlagerung    1,3 Millionen Euro für Butterberg   

55 Jahre Agrarpolitik in Europa   


Doch immer noch drohen neue Butterberge (2020):

EU plant wieder Butterberge   


Wir erinnern uns an die regelmäßige Vernichtung von Nahrungsmittel zur Preisstabilisierung:

Millionen hungern - Und Europa vernichtet Nahrung   

Russland vernichtet tonnenweise westliche Lebensmittel   


Doch wenn die Überproduktion nicht weichen will, bleib es auf den Feldern liegen:

Felder mit verdorbenen Äpfeln und Winzer müssen Trauben hängenlassen   


Oder es werden Qualitätsstandards für geraden Wuchs und Farbe entwickelt, damit 40% der Ernte gleich wieder auf dem Müll darf oder unter gepflügt wird.

Tonnen von Obst und Gemüse absichtlich vernichtet   

Lebensmittel - Vernichtung   


Oder Lebensmittel müssen wegen einer Pandemie weg geschüttet werden (Bier 2021):

Briten müssen fast 50 Millionen Liter Bier vernichten   


Damit aber die Überproduktion unter keinen Umständen die Bedürftigen erreicht, wurde das Besetzen von leerstehenden Häusern und sogar das Containern von Lebensmittel unter Strafe gestellt:

Containern von Lebensmitteln bleibt strafbar   


Die Bauern erhalten inzwischen sogar so etwas wie einen Grundlohn für die Nichtbestellung ihrer Felder:

Direktzahlungen an die Bauern   


In der Vergangenheit wurde die Stilllegung der Agrarflächen mit einem riesigen Aufwand sogar über Satellit überwacht.




Retoure-Bestellung werden einfach vernichtet.


Die Überproduktion ist die Krise des Kapitalismus und der Kapitalismus ist dafür verantwortlich,

dass Retoure-Bestellung einfach vernichtet werden.

Sie wollen die Flut von Waren nur noch los werden,
ohne die Preise durch ein Überangebot zu gefährden!
Ein Beispiel ist Amazon:

Retouren für den Müll - Frontal 21 | ZDF    Was passiert mit den Retouren? | hessenreporter   

Retouren bei Amazon, Zalando und Otto    Amazon vernichtet neuwertige Waren in großem Stil   

Amazon zerstört massenhaft zurückgegebene und neuwertige Artikel   





Vernichtung von Wohnraum




Dies entspricht einer Zerstörung von:

Leipzig ca. 600’000 Einwohner mit durchschnittlich 3 Personen pro Wohnung: 200’000 Wohnungen.
Halle ca. 240’000 Einwohner, mit durchschnittlich 3 Personen pro Wohnung: 80’000 Wohnungen.
Zeichnen wir einen großen Kreis um Halle und Leipzig, kommen wir ca. 360’000 Wohnungen.

Landkarte öffnen:   


So groß können wir uns das Ausmaß der 2004 subventionierten Zerstörung vorstellen, um die Überproduktion im Wohnungssektor zu beseitigen.






Die Zerstörung der Marken-Plagiaten




Die Zerstörung der Überproduktion trägt viele Namen.

Einer betrifft die Zerstörung der illegalen Nachbauten von Markenprodukten. Die Zerstörung der Marken-Plagiaten. Die Regenbogenpresse ist voll mit Berichten hierüber:

Orginal oder Fälschung    Wo wird gefälscht    Welchen Marken   


Und wieder werden zusätzliche Arbeitskräfte zur Vernichtung der Überproduktion benötigt.

Von der Entdeckung bis zur Vernichtung   







Von der Arbeitslosigkeit bis zu den Bullshit Jobs


Eine weitere bedeutende Erfindung der westlichen Gesellschaft ist die Arbeitslosigkeit.

Welche Bedeutung spielt sie im bürgerlichen Kontext der unternehmerischen Gesellschaft?
Sie hat keinen anderen Zweck, als eine noch größere Überproduktion zu verhindern.

Die Menschen werden für das Nichtstun bezahlt.

Denn, wenn diese Menschen auch noch produktiv mitarbeiten würden, dann wäre die Überproduktion fast schon unermesslich!


Hinzu kommt die Erfindung der Bullshit Jobs.

Hier leistete David Graeber eine wegweisende Aufklärungsarbeit.
Wir wollen gar nicht an die vielen Lakaien in den Banken und Versicherungen denken oder den Ing. im Qualitätsmanagement zu Zeiten der Obsoleszenz. Schauen wir einfach nur nach den Arbeiten, die durch die Existenz einer Reimportsteuer überhaupt erst entstanden oder auf die vielen zusätzlichen Arbeiten, die durch unser Wirtschaftssystem entstehen. Auch diese beinhalten viele Bullshit Jobs, so wie dies hier an einem Beispiel gezeigt sei:

Weltreise der schottischen Tiefseekrabbe   


Auch die Bullshit Jobs sind unnötig und überflüssig und dienen nur einem wirklichen Zweck, der Verhinderung einer offenkundigen Überproduktion.


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Zur Berechnung verwenden wir folgende Ausgangszahlen:

Arbeitnehmer nach Wirtschaftszweigen und Stellung im Beruf    Im Buch   







Aufschlüsselung der Berechnungszahlen    Im Buch   

Öffne Übersicht: Erwerbstätige nach Tätigkeitsbereiche im Jahre 1988


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Beispiele sind folgende:

1. Glühbirnen. Ihre Lebensdauer kann auf ein Menschenalter ausgedehnt werden.

    Obsoleszenz    Schlagfeste Glühbirnen   


2. Glas. Es wird schlagfest durch langsames Abkühlen.

3. Autos. Eine Fahrzeugkarosserie aus rostfreiem Blech (V2A, V4A) hält mindestens 200 Jahre!

    Langlebiges Fahrzeug   






Aufschlüsselung der Berechnungszahlen    Im Buch   

Öffne Übersicht: Erwerbstätige nach Tätigkeitsbereiche im Jahre 1988


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Aufschlüsselung der Berechnungszahlen    Im Buch   


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Aufschlüsselung der Berechnungszahlen    Im Buch   

Öffne Übersicht: Erwerbstätige nach Tätigkeitsbereiche im Jahre 1988


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Aufschlüsslung der Berechnungszahlen im Buch   


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Aufschlüsselung der Berechnungszahlen    Im Buch   

Öffne Übersicht: Erwerbstätige nach Tätigkeitsbereiche im Jahre 1988



Beispiele für die Vollautomatisierung sind:

Heinzelmänner zum Mond   

Weitere Beispiele sind Taxi Uber, Autopiloten, automatische Start- und Landesysteme für Flugzeuge, automatischer Schiffsverkehr usw.

Nürnberg testet erste fahrerlose U-Bahn   

Rohrpost für Europaletten   

Menschenleere Büros    Erste Bö   


Aber es geht noch viel weiter, in eine Richtung, die uns nicht so gefällt:

Hightech-Krieger sollen mit Zunge sehen   

Cyber-Prothese kann fühlen   

Münchner Forscher verbinden Neurochip mit Säugetierzelle   

Hirn-Implantat: Gelähmter steuert Geräte mit Gedanken    

Gelähmter Arm aktiviert: Kabel ersetzt Nervenbahnen    

Hirnströme: Forscher lesen Gedanken     als PDF   

Gehirn-Implantate: Chinesen steuern Tauben fern    


Bei den Dingen, die hier gezeigt wurden, muss klar geworden sein, dass unser technischer Fortschritt nicht automatisch zu einer verbesserten Welt für uns Menschen führt. Wir stehen an einer Schwelle, die uns entweder die Utopie oder in eine Dystopie bringen wird.

In die heutige Finanzelite, unserem politischen System oder den Politikern haben wir kein Vertrauen. Wir, als vereinte Menschheit, müssen den Weg selber finden und das Gerümpel von Staaten und Herrschaft über Bord schmeißen.

Wollen wir zu keinen ferngesteuerten Robotern werden und wählen wir eine menschenwürdige Utopie, so brauchen wir nicht nur klare Robotergesetze, sondern auch auch ein weltweites Kommunikationsmodell, zum Beispiel eine Basisdemokratie.



Fazit

Unter güterwirtschaftlichen Gesichtspunkten bleibt von der Menge der Lohnarbeit nur ein Rest von 5 Stunden pro Woche. Da das Angebot an Arbeitskräften um ein Vielfaches höher liegt als die Nachfrage, wird eine Verteilung derselben Lohnarbeit über das Marktverhältnis von Angebot und Nachfrage unmöglich, da durch das Überangebot an Arbeitskräften der Markt kollabieren würde.

Die Finanzelite des Westens führte daher die Instrumente der Arbeitslosenversicherung, der Obsoleszenz, und der Bullshit Jobs ein, um ein immer größer werdendes Potential von Arbeitskräften von der Produktion von Gütern auszuschließen und um damit den Menschen ein kapitalistisches Restbild als virtuelle Lebenswelt zu erhalten.

Der Kapitalismus wird damit zu einer Rechtfertigungsideologie für die Finanzelite, mit der auch die unsinnigen und überflüssigen Arbeiten begründet werden, die durch die Geldwirtschaft entstehen und sich in der Obsoleszenz und den Bullshit Jobs fortsetzen.

Von einem Neoimperialismus sprechen wir insofern, da die weltweite Finanzelite ihren industriellen Komplex in immer weniger Industriestaaten zu Megametropolen verdichtet und der Rest der Welt (so wie auch das Umland der Megametropolen in den Industriestaaten) zu einer Rohstoffquelle für Menschen, Erze usw. abgestuft wird. Der Rest der Welt spielt zudem noch die Rolle des Konsumenten, wenn er zahlungsfähig ist.

Den militärischen Durchgriff auf die Rohstoffquellen sichert sich die Finanzelite über die Loyalität der Menschen in den Megametropolen. Hierbei übernimmt das Militär auch die Abgrenzung der Einflussgebiete der verschiedenen Gruppen der Finanzelite gegeneinander.


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Im Buch   


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10 Minuten Pause

Entspannung mit halbautomatisierten Fließbandstraßen



Youtube: 2022 Hyundai Tucson (2021) - PRODUCTION (USA Car Factory)






Youtube: 2021 Audi e-tron GT PRODUCTION ( e tron German Car Factory )






Youtube: 2021 Skoda CAR FACTORY | Production CNC - Assembly Line






Youtube: CAR FACTORY- The Power of CLAY and CNC Modeling




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Schlussbemerkungen und häufig gestellte Fragen





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Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.


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Vortragsdauer ca. 60 Minuten.

Stand 14.11.2021